Mini-PCs sind kompakt, sparsam und leistungsstark – ideal für Office bis Gaming. Wir zeigen die besten Modelle aus über 80 Tests über alle Preisbereiche hinweg.

Wenn Laptops zu sperrig sind und klassische Desktop-PCs zu viel Strom verbrauchen, schlägt die Stunde der Mini-PCs. Im meist rechteckigen Design finden sich in den kompakten Gehäusen inzwischen leistungsstarke Laptop-Prozessoren und ordentlich Arbeitsspeicher (RAM). Dieser ist in der Regel nicht fest verlötet und lässt sich austauschen und erweitern – meist bis 96 GB. Zudem kann man die kompakten Computer aufgrund ihrer Größe leicht verstecken, etwa hinter einem Monitor mit Vesa-Halterung.

Für diese Bestenliste haben wir zehn besonders empfehlenswerte Modelle über alle Preisbereiche hinweg aus unseren über 80 Einzeltests herausgesucht und vergleichen sie miteinander. Das Spektrum reicht dabei von Einsteiger- bis Gaming-Mini-PC, die beste Lösung für den eigenen Bedarf sollte dementsprechend dabei sein. Die kompakten PCs setzen hier auf AMD- oder Intel-Prozessoren der Reihen Ryzen oder Core. Zudem beschränken wir uns auf Mini-PCs mit Windows 11. Computer von Apple oder Google zeigen wir weiter unten.

Unser Testsieger Minisforum UM890 Pro ist besonders leise und dennoch sehr leistungsstark. Selbst unter Volllast bleibt der Mini-PC mit Ryzen 9 8945HS bürotauglich. Zudem bietet er ein gutes Anschlussangebot sowie gute Aufrüstbarkeit. Aktuell kostet er je nach Ausstattung zwischen 899 Euro und 1429 Euro.

Unser Technologiesieger Minisforum MS-S1 Max sprengt als Workstation im Mini-Format alle Grenzen. Ausgestattet mit dem 16-Kern Ryzen AI Max+ 395 und gewaltigen 128 GB RAM bietet er brachiale Rechenleistung für KI und Content Creation, die selbst den Mac Studio herausfordert. Hinzu kommt eine herausragende Konnektivität mit 80 Gbit/s schnellem USB4 v2 und dualem 10G-LAN. Diese extreme Performance hat jedoch ihren Preis von rund 3999 Euro und macht sich unter Volllast auch akustisch bemerkbar.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die GMKtec Nucbox K12 mit einem leistungsstarken Ryzen 7 255 H, die für ihren Preispunkt eine geradezu unverschämt gute Ausstattung liefert. Das im Betrieb angenehm leise System bietet neben starker Gaming-Performance Features wie Oculink, Platz für drei SSDs und einen USB4-Port mit direkter Stromversorgung, die in dieser Preisklasse absolut untypisch sind. Damit ist der Preis von rund 699 Euro für die Basisausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher eine echte Kampfansage.

Die hier benannten Preise beziehen sich auf den Zeitpunkt des letzten Artikel-Updates. Leider können sich Gutschein-Codes und Klick-Coupons innerhalb kurzer Zeit ändern, die Gültigkeit ist mitunter zeitlich begrenzt, weshalb die Preise sich minütlich verändern können.

KURZÜBERSICHT

Der Minisforum UM890 Pro richtet sich an alle, die einen hochwertigen, leistungsstarken und selbst unter Volllast leisen Mini-PC suchen. Zudem bietet er dank seiner bemerkenswerten Aufrüstbarkeit auf 96 GB RAM und bis 8 TB Speicher eine gute Zukunftsfähigkeit; in Verbindung mit dem Ryzen 9 dürfte er so noch viele Jahre Freude bereiten. Preislich ist der Mini-PC je nach Ausstattung mit 899 Euro bis 1429 Euro zwar deutlich angestiegen, aber nach wie vor eine hervorragende Wahl. Ohne Speicher kostet er 469 Euro.

VORTEILE

NACHTEILE

Mit dem MS-S1 Max stößt Minisforum in Dimensionen vor, die bisher ausgewachsenen Workstations vorbehalten waren. Ausgestattet mit dem AMD Ryzen AI Max+ 395 (16 Kerne), der integrierten Radeon 8060S GPU und gewaltigen 128 GB Unified Memory, liefert dieser Mini-PC eine Rechenleistung, die begeistert. Die Anschlussvielfalt mit USB4 v2 (80 Gbit/s), Dual-10G-LAN und Wi-Fi 7 ist auf Top-Niveau. Ein PCIe-Slot ermöglicht zudem spezielle Erweiterungen, während das hochwertige Aluminiumgehäuse und die effiziente Kühlung für Stabilität sorgen. Diese extreme Leistung hat allerdings ihren Preis – 3999 Euro für die Maximalvariante muss man investieren.

VORTEILE

NACHTEILE

Die GMKtec Nucbox K12 ist ein leistungsstarker Mini-PC, der mit seinem Ryzen 7 255 H selbst leichtes 1080p-Gaming meistert. Für einen fairen Preis ab 350 Euro (Barebone) oder 699 Euro (Basisausstattung) bietet das System eine bemerkenswerte Ausstattung: Neben Platz für gleich drei SSDs trumpft der Rechner mit OcuLink für externe GPUs und einem USB4-Port inklusive Stromeingang (PD-in) auf. Die Kühlung arbeitet im Betrieb angenehm leise.

VORTEILE

NACHTEILE

Ratgeber

Um die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Mini-PCs besser einordnen zu können, haben wir die Ergebnisse relevanter Benchmarks in der nachfolgenden Tabelle zusammengetragen. Diese Werte ermöglichen einen direkten Vergleich der Rechenleistung und Grafikeignung der getesteten Geräte, sodass man auf einen Blick erkennen kann, welches Modell in puncto Performance überzeugt.

Die Leistung von Mini-PCs für Gaming kann objektiv über Benchmarks wie 3DMark bewertet werden, die speziell die Grafikleistung messen. Mini-PCs mit leistungsfähigen AMD Ryzen und integrierten Radeon-Grafikeinheiten oder neueren Intel Core Ultra Prozessoren erreichen in Benchmarks wie 3DMark deutlich höhere Werte als klassische Office-Systeme und sind für 1080p Gaming mit 60+ FPS geeignet.

Noch sind Mini-PCs zu attraktiven Preisen erhältlich. Allerdings haben einige Hersteller wie Minisforum aufgrund der durch den KI-Boom ausgelösten Kostenexplosion bei DDR5-Speicher Preiserhöhungen vorgenommen. So kostete etwa der Minisforum UM870 Anfang 2025 knapp 520 Euro, jetzt sind es 743 Euro – eine Preissteigerung um 40 Prozent. Steigt der DRAM-Preis weiter, könnten sich Mini-PCs im Jahresverlauf insgesamt noch einmal deutlich verteuern. Eine Preisreduktion ist kaum absehbar.

Die Preisspanne für Mini-PCs variiert stark. Einfache Modelle sind bereits ab 300 bis 400 Euro erhältlich, während leistungsstärkere Systeme oft über 800 Euro kosten. Im Sweetspot zwischen 500 und 700 Euro bekommt man bereits Geräte mit aktuellem AMD Ryzen 7 oder Intel Core i7, 32 GB Arbeitsspeicher und 1 TB M.2 SSD. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, kann auch einen gebrauchten Mini-PC in Betracht ziehen – diese sind mitunter erheblich günstiger als Neugeräte.

Im Shop des jeweiligen Herstellers oder im Sortiment großer Händler findet man häufig die besten Konditionen. Beim Versand sollte man auf Versandkosten und Lieferzeiten achten, ebenso wie auf die mitgelieferte Garantie – meist ein bis zwei Jahre.

Mini-PCs zeichnen sich vorwiegend durch den Formfaktor aus – ein kompaktes Design mit handlichen Maßen. Damit kommen sie dort infrage, wo klassische Computer oder Laptops zu viel Platz einnehmen. Der Schreibtisch wirkt so ordentlicher und auch in Empfangsbereichen macht ein freier Tisch mehr her.

Mini-PCs eignen sich hervorragend für platzsparende Homeoffice-Lösungen und als energieeffiziente Heimserver. Sie sind ideal für alltägliche Anwendungen wie Web-Browsing, E-Mails, Textverarbeitung und Videokonferenzen. Die Geräte können unauffällig hinter Monitoren montiert werden und nehmen kaum Schreibtischplatz ein.

Neben diesen rein optischen Vorteilen sind die kompakten PCs aber auch deutlich sparsamer. Mini-PCs verbrauchen im Vergleich zu klassischen Desktop-PCs deutlich weniger Energie, was sie langfristig kosteneffizienter machen. Nimmt ein Gaming-PC (Ratgeber) mitunter über 200 W auf, sind es beim Mini-PC häufig nur 20 W. Dadurch entsteht auch weniger Hitze beim Betrieb, was die Lautstärke reduziert und gerade im Sommer das Aufheizen des Raumes vermindert. Ein passiv gekühlter Mini-PC kann sogar vollständig lautlos arbeiten, was ihn besonders attraktiv für ruhige Arbeitsumgebungen macht.

Klassische Desktop-PCs punkten dagegen mit maximaler Erweiterbarkeit und Top-Leistung. Für viele Büro-, Business- und Multimedia-Anwendungen reicht ein Mini-PC heute aber mehr als aus.

Mit einem Mini-PC kann man alle Dinge tun, die auch mit einem Laptop möglich sind. Von Homeoffice bis Full-HD-Gaming ist inzwischen echt viel drin. Für klassische Office-Arbeiten mit Word und Browsern genügen selbst die günstigen Mini-PC-Modelle. Mini-PCs haben sich von reinen Office-Lösungen zu vielseitigen Desktop-Alternativen entwickelt, die für verschiedene Anwendungen wie Büroarbeit, Multimedia und sogar Gaming geeignet sind. Neben diesen recht gewöhnlichen Aufgaben eignen sich die Systeme je nach Ausstattung auch als Smart-Home-Zentrale, Homeserver oder für den Einsatz als Firewall-Appliance.

So vielseitig wie ihre Anwendungsbereiche ist auch das Preisspektrum der Mini-PCs. So reicht die Ausstattung vom Einsteiger-Modell für rund 84 Euro hin zur gehobenen Konfiguration weit über 700 Euro. Die Leistung ist dabei hoch genug, um Desktop-PCs bei Office-Arbeiten vollkommen ersetzen zu können. Ist man Hardcore-Gamer, kommt man an einem echten Gaming-PC aber nach wie vor nicht vorbei.

Wer einen gebrauchten Business-Mini-PC ins Auge fasst, trifft häufig auf ältere Intel-Prozessoren der T-Serie. Modelle mit Intel Core i7 8700T oder Intel Core i7 9700T bieten auch heute noch genug Leistung für Office und Multimedia. Ein Intel Core i5 8500T, Intel Core i5 10500T oder Intel Core i5 11500T reicht für klassische Büroaufgaben aus. Beim Intel Core i3 9100T sollte die Erwartung an parallele Anwendungen geringer sein – für E-Mail, Browser und Textverarbeitung genügt der Vier-Kerner aber. Im Vergleich dazu ist ein Celeron-System der älteren Generation nur noch eingeschränkt empfehlenswert; mit modernem Celeron N5105 oder N97 ist hingegen flüssiges Arbeiten in Windows 11 Pro möglich.

Mini-PCs sind häufig eine günstigere Alternative für Homeoffice und Büro. Denn verglichen mit einem ähnlich ausgestatteten Laptop sind Modelle wie der U58 oder der Minisforum UM760 Slim teils knapp 500 Euro günstiger. Und auch unter 200 Euro gibt es noch gute Konfigurationen – bei Laptops mit Windows 11 ist in der Regel schon unter 400 Euro Schluss mit sinnvollen Lösungen.

Was die Hardware angeht, setzen Mini-PC und Laptop auf die gleichen Mobile-Chips, die sich durch Sparsamkeit und geringere Wärmeentwicklung auszeichnen. Die Leistung ist also vergleichbar. Der wesentliche Unterschied besteht im Fehlen von Tastatur, Trackpad und Monitor, den sich der Mini-PC spart. Damit steht bei den kleinen Würfelrechnern mehr finanzieller Spielraum für die Prozessor- und Grafik-Hardware bereit, wodurch man fürs gleiche Geld mehr beim Mini-PC bekommt. Zudem benötigt jemand, der bereits einen externen Monitor sowie Tastatur und Maus besitzt, ohnehin keinen Bildschirm am Laptop, womit man getrost darauf verzichten kann. Weiterhin ist ein Mini-PC deutlich weniger sperrig als ein Laptop oder ein klassischer Computer mit Tower und lässt sich so platzsparend auf dem Schreibtisch unterbringen.

Ob ein Mini-PC nun besser ist als ein Laptop, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gibt aber Fälle, in denen man keinen Laptop benötigt, bisher jedoch nur diese auf dem Schirm hatte. Für solche Situationen kann man jetzt besser zum kompakten & leisen Mini-Rechner greifen.

Die Antwort hängt am Einsatzzweck. Klassische Desktop-PCs bieten maximale Erweiterbarkeit: Netzteil, Grafikkarte, Laufwerke und Kühlung lassen sich frei tauschen. Wer 3D-rendert, aufwendig spielt oder regelmäßig aufrüstet, fährt damit besser.

Mini-PCs sind kompakter als Desktop-PCs, verbrauchen deutlich weniger Energie und arbeiten in vielen Fällen nahezu lautlos. Sie sind zudem oft günstiger in der Anschaffung als große Desktop-PCs mit vergleichbarer Alltagsleistung. Für begrenzte Platzverhältnisse – kleiner Schreibtisch, Wohnzimmer, Empfangstresen – sind sie die naheliegende Wahl. Für viele Büro-, Business- und Multimedia-Anwendungen reicht ein Mini-PC heute mehr als aus.

Bei Mini-PCs ist, wie bei allen Computern, wichtig, ein gewisses Mindestmaß an Ausstattung vorauszusetzen. So finden sich im Preisvergleich zahlreiche Modelle unter 300 Euro. Die wenigsten davon setzen mehr als 4 GB RAM ein. Diese kommen mitunter von namhaften Herstellern, wie Asus, Lenovo oder HP. Mit Windows sind aber inzwischen selbst 8 GB RAM das absolut unters…

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