Stand: 17.05.2026 • 09:59 Uhr
Der Iran-Krieg und seine Folgen treibt die Energiepreise in die Höhe. Die US-Regierung lockerte die Sanktionen auf russisches Öl vorübergehend. Nun ist die Ausnahmeregelung ausgelaufen.
Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die Sanktionen auf russisches Öl lockerte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bisher veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.
In den USA gibt es seit Jahren Sanktionen, die den russischen Ölsektor betreffen. Mit einer Ausnahmeregelung wollten die USA globale Energiemärkte beruhigen. Aus diesem Grund hatten sie bereits Mitte März für einige Wochen eine solche Maßnahme veranlasst, die dann nochmal verlängert wurde.
Zahlreiche Länder hatten die Aufweichung von Sanktionen gegen Russland kritisiert. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt.
Auch aus der oppositionellen demokratischen Partei kam zuletzt die Forderung, die Ausnahme nicht zu verlängern: "Das Finanzministerium muss endlich seine schlecht durchdachte Politik beenden, Russland dabei zu helfen, noch mehr Geld aus Präsident Trumps rücksichtslosem Krieg im Iran zu schlagen", teilten die demokratischen Senatorinnen Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren mit. Zudem gebe es, mit Blick auf den Benzinpreis in den USA, keine Anzeichen dafür, dass die Maßnahme die Kosten für amerikanische Familien senke.
Der Benzinpreis ist in den USA seit Beginn des Kriegs im Iran erheblich gestiegen. Für Trump und seine Republikaner ist der gestiegene Spritpreis ein unbequemes Thema. Denn in den USA sind viele Menschen auf ihr Auto angewiesen - und der Blick richtet sich zunehmend auf die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress im Herbst.
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