Stand: 18.05.2026 • 11:42 Uhr
Der Turn-Weltverband hat beschlossen, alle seit Februar 2022 geltenden Beschränkungen für russische und belarusische Sportlerinnen und Sportler mit sofortiger Wirkung aufzuheben.
Das gab World Gymnastics nach einer Sitzung des Exekutiv-Komitees im ägyptischen Scharm el Scheich bekannt. Russen und Belarusen dürfen damit im Turnen trotz des anhaltenden Angriffskrieges gegen die Ukraine künftig wieder mit ihrer jeweiligen Nationalflagge und Nationalhymne antreten.
Die Entscheidung gilt für Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Sportakrobatik und Sportaerobic.
Die Entscheidung folgt einer Entwicklung. Zunächst hatten kleinere Verbände, vornehmlich aus Kampfsportarten, die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) ließ Russland für die Paralympics 2026 in Italien wieder zu - und erntete dafür besonders in der westlichen Welt heftige Kritik.
Mitte April hatte der Schwimm-Weltverband World Aquatics bekannt gegeben, dass russische und belarusische Athleten wieder offiziell für ihr Land an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Entsprechende Flaggen, nationale Symbole auf der Sportkleidung und die Hymnen sind wieder erlaubt.
Andere Verbände bleiben bei ihrer Linie. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics hingegen weigert sich weiter, Russen und Belarusen wieder unter eigener Flagge und Hymne starten zu lassen.
Das Internationale Olympische Komitee hatte Anfang Mai dieses Jahres die Sanktionen gegen Sportler aus Belarus aufgehoben. Die Athleten aus dem Land dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events und Mannschaftswettbewerben teilnehmen.
Die IOC-Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft. Es gebe auch "keinen festen Zeitplan" für eine Wiederanerkennung der Sportnation, sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry vor knapp zwei Wochen.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC wie auch zahlreiche internationale Sportverbände sowohl Russlands Sportler wie auch die belarusischen Athleten mit Sanktionen belegt.
Seit 2024 durften Russen und Belarusen nach einer vorigen Sperre wieder als sogenannte "individuelle neutrale Athleten" starten. Voraussetzung dafür war, dass die Sportler und auch deren Betreuer keine "Beteiligung oder Verbindung mit der Russischen Föderation oder der Republik Belarus, ihren jeweiligen Nationalverbänden oder Nationalen Olympischen Komitees" haben.
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Quelle: sid/dpa
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