Stand: 28.10.2026 • 20:51 Uhr

Die FC Bayern Frauen holen in der Champions League gegen Real Madrid zwar einen Zwei-Tore-Rückstand auf, müssen sich am Ende aber dennoch ärgern, nicht noch gewonnen zu haben.

Von Victor List

Die FC Bayern Frauen verpassen auch im zweiten Heimspiel in dieser Champions-League-Saison einen Sieg vor den eigenen Fans. Vor mehr als 6.000 Fans im Sportpark Unterhaching kamen die Münchnerinnen nur zu einem 2:2-Unentschieden. Zwar holte die Mannschaft von Trainer Jose Barcala einen frühen 0:2-Rückstand auf, vergab anschließend aber beste Gelegenheiten, um die Partie noch zu gewinnen.

Mit der ersten Torchance des Spiels gingen die Gäste direkt in Führung. Nach sieben Minuten ließ Madrids Linda Caicedo Linda Dallmann stehen und fand im Rückraum Athenea, die zum 1:0 einschoss (7.). Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit offenem Visier. Klara Bühl setzte auf der Gegenseite einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Mauer (11.). Zehn Minuten später hatte Linda Dallmann Merle Frohms im Tor der Madrileninnen schon überwunden, doch Maelle Lakrar klärte für ihre geschlagene Keeperin auf der Linie (21.).

Im Gegenzug und damit mitten in die bayerische Drangphase schlugen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt aber zum zweiten Mal zu. Lineth Beerensteyn, die in der Vorsaison noch in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg auf Torejagd gegangen war, stellte auf 2:0 (22.).

Die FC Bayern Frauen zeigten sich kurz leicht geschockt, kamen dann aber zum Anschlusstreffer. Nach einer Bühl-Flanke nickte Edna Imade zum 1:2 aus Münchner Sicht ein (31.). Das Team von Trainer Jose Barcala war nun gewillt, noch vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich zu kommen. Zwei Minuten vor der Pause wurde erst Bühls Schuss geblockt, anschließend setzte Dallmann ihren Versuch links am Tor vorbei (43.).

Der Ton für Durchgang zwei war damit gesetzt und der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Frohms gegen Dallmann noch parieren konnte, erzielte Momoko Tanikawa per Nachschuss aus dem Rückraum das verdiente 2:2 (52.).

Spanische Entlastungsangriffe wurden mit zunehmender Spieldauer immer seltener, stattdessen drängten die Gastgeberinnen darauf, das Spiel zu drehen. Erst wurde Pernille Harders Schuss von der Strafraumkante noch geblockt, dann vergab Imade die größte Chance, als sie freistehend vor Frohms zu zentral zielte (66.). Die Münchnerinnen drängten weiter auf den Ausgleich, bis auf einige gefährliche Hereingabe war zunächst aber kein gefährlicher Abschluss mehr zu verzeichnen. In der Schlussminute setzte erst Magdalena Eriksson einen Kopfball knapp über die Querlatte, ehe die eingewechselte Sophie Proost in der Nachspielzeit noch den Außenpfosten traf. Der Ball wollte an diesem Abend aber nicht mehr über die Linie.

Quelle: BR24Sport 28.10.2026 - 19:46 Uhr

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