Stand: 17.05.2026 • 05:09 Uhr

Die Bulgarin Dara hat mit ihrem Lied "Bangaranga" den diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien gewonnen. Die deutsche Teilnehmerin Sarah Engels landete mit ihrem Lied "Fire" auf dem 23. und damit drittletzten Platz.

Bulgarien hat den Eurovision Song Contest (ESC) in Wien gewonnen. Die Sängerin Dara gewann sowohl das Jury- als auch das Publikums-Voting und setzte sich mit ihrem Partysong "Bangaranga" deutlich vor Israel durch. Auf die Frage, was "Bangaranga" bedeute, sagte Dara, es stehe für ein Gefühl, es gehe um spezielle Energie und den Gedanken, "alles ist möglich".

Bulgarien war nach dreijähriger Pause erst in diesem Jahr wieder zum ESC zurückgekehrt. Es ist der erste Sieg für das osteuropäische Land in dem Wettbewerb, nächstes Jahr darf Bulgarien den ESC austragen. Das sei nicht nur für sie eine Errungenschaft, sondern für die Künstlerszene in ganz Bulgarien, sagte Dara nach ihrem Sieg. "Wir werden den ESC in Sofia haben und wir müssen uns vorbereiten, damit wir all die Menschen empfangen können."

Auf Platz zwei kam wie bereits im Vorjahr Israel, das von einem starken Ergebnis in der Publikumsabstimmung profitierte, Dritter wurde - ebenfalls durch viele Publikumsstimmen - Rumänien. Das von den Wettbüros hoch gehandelte Australien landete auf dem vierten Platz vor dem fünftplatzierten Italien. Das finnische Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen, das von Wettbüros seit Wochen als Sieger vorhergesagt wurde, konnte weder die Jury noch das Publikum voll überzeugen und kam auf Platz sechs.

Für Deutschland endete der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb wie so oft in den vergangenen Jahren mit einer Enttäuschung - Sarah Engels erreichte nur den 23. und damit drittletzten Platz. Die 33-Jährige bekam insgesamt nur zwölf Punkte - alle von der Jury, beim Publikum ging sie leer aus. Vergangenes Jahr war das deutsche Duo Abor & Tynna immerhin auf Platz 15 gelandet, im Jahr davor wurde Isaak für Deutschland Zwölfter.

Engels zeigte allerdings keine Enttäuschung, nach ihrem Auftritt sagte sie: "Ich werde morgen aufstehen und meine Familie liebt mich genauso wie gestern. Das Ranking ist egal, ich habe eine megakrasse Erfahrung gemacht. Ich habe vor 180 Millionen TV-Zuschauern singen dürfen, wir haben alles gegeben."

Sarah Engels bei ihrem Auftritt in Wien - am Ende reichte es nur zu Platz 23.

In einer Mitteilung des SWR, der dieses Jahr erstmals innerhalb der ARD die Federführung für den ESC innehatte, sagte Engels: "Für Deutschland beim weltweit größten Musikwettbewerb zu singen, ist eine Ehre - ganz unabhängig davon, wie am Ende die Platzierungen ausfallen." Sie danke allen, die an sie geglaubt hätten, es sei für sie "ein großes Fest" gewesen. "Deshalb habe ich mir über Platzierungen von Beginn an nicht den Kopf zerbrochen." Ihre Teilnahme sei eine unglaubliche Erfahrung, von der sie später sicher ihren Enkelkindern erzählen werde.

SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sagte, Engels habe mit großer Leidenschaft, hoher Professionalität und enormer Bühnenpräsenz einen überzeugenden Auftritt hingelegt. "Wir wollten beweisen, dass Deutschland eine Performance auf hohem Niveau an den Start bringt. Trotzdem sind wir natürlich enttäuscht über die Platzierung, auch wenn für uns diese eine Zahl nicht im Fokus stand."

Der ESC feierte in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum - das von einem Streit über die Teilnahme Israels getrübt wurde. Mit den Niederlanden, Spanien, Irland, Slowenien und Island boykottieren fünf Länder den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen.

Am Rande des ESC kam es am Samstagnachmittag zu einer Kundgebung und Demonstration gegen die Teilnahme Israels. Einige hundert Menschen protestierten, dabei wurden zahlreiche palästinensische Flaggen gezeigt. Die Proteste blieben ohne größere Zwischenfälle. Die Teilnehmerzahlen lagen deutlich unter den Erwartungen der Veranstalter.

Mit Informationen von Oliver Soos, ARD Wien.

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