Stand: 10.10.2026 • 16:33 Uhr
Hannover 96 war im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Sandro Wagner komplett chancenlos. Der 1. FC Magdeburg ist hingegen in der 2. Fußball-Bundesliga oben dran.
Die Magdeburger feierten am Samstag (10.10.2026) einen hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg. Moritz Kwarteng erzielte schon in der 3. Minute die Führung für die Hausherren, Emmanuel Ioyha legte nach einer halben Stunde das 2:0 nach. Vier Minuten vor dem Ende traf Mateusz Zukowski auch noch zum 3:0. Hannover präsentierte sich über weite Strecken in einem erschreckenden Zustand und lag am Ende bei unter 40 Prozent gewonnener Zweikämpfe.
"Wir sind maximal schlecht ins Spiel gestartet", haderte Wagner im Anschluss an die Pleite im Sportschau-Interview. "Das Spiel hat aufgezeigt, dass wir noch eine Menge Themen haben. Ich möchte, dass wir eine mutige Mannschaft sind, jetzt müssen wir schnell aus den Fehlern lernen, auch die Restverteidigung ist da ein Punkt, den wir bearbeiten müssen."
Magdeburg-Coach Petrik Sander sagte der ARD: "Es war nicht einfach gegen eine Mannschaft, die bis in die Haarspitzen motiviert war. Aber wir haben dagegengehalten und sie fußballerisch dominiert. Wir haben eine Qualität in den eigenen Reihen, vor der ich den Hut ziehe. Wir haben einen guten Lauf, aber jetzt wollen wir nicht zu viel reden, sondern weitermachen."
Schon nach zwei Minuten dürfte sich Wagner vorgekommen sein wie im falschen Film. Drei Wochen hatte der Ex-Augsburger und DFB-Co-Trainer unter Julian Nagelsmann während der Länderspielpause Zeit gehabt, seine Mannschaft auf die Aufgabe in Magdeburg vorzubereiten. Doch kurz nach dem Anpfiff war viel davon schon Makulatur, weil sich die 96er eine Slapstickeinlage leisteten. Hannovers Mittelfeldspieler Franz Roggow wollte ein Zuspiel von Torhüter Leo Weinkauf aus dem Strafraum befördern, wurde dabei vom hinter seinem Rücken anlaufenden Moritz Kwarteng überrascht. Der Magdeburger hielt seinen Fuß rein und fälschte die Kugel unhaltbar in die linke Eck ab.
Danach schafften es die Gäste aber, mehr Stabilität an den Tag zu legen und drängten eine Viertelstunde lang auf den Ausgleich. Stefán Podarson hatte die größte Chance, doch nach einem Direktschuss im Anschluss an eine Ecke klärte FCM-Abwehrspieler Herbert Bockhorn auf der Torlinie. Danach wurde Magdeburg wieder stärker, befreite sich aus der Defensive und wurde belohnt: Nachdem kurz zuvor Zukowski und Ioyha (25.) noch an Weinkauf gescheitert waren, schloss Ioyha nach einer halben Stunde perfekt ab: Der 96-Keeper klatschte einen Zukowski-Schuss nach vorne ab und war dann gegen den handlungsschnellen Magdeburger Rechtsaußen chancenlos.
Der 1. FC Magdeburg freut sich über das Tor
In der Folge konnte Hannover froh sein, nicht schon vor dem Seitenwechsel aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Baris Atik (32.), Zukowski (34.) und wenig später Luka Hyryläinen scheiterten an Weinkauf oder dem letzten Quäntchen Präzision.
In die zweite Hälfte startete Wagner mit einer runderneuerten Offensive, wollte mit der Hereinnahme von Husseyn Chakroun und Waniss Taibi die Wende einleiten. Die ersten vielversprechenden Szenen gehörten dann auch den Gästen, doch Maurice Neubauer und Chakroun scheiterten an Dominik Reimann im Magdeburger Tor. Auch diesmal ebbte der Schwung aber schnell wieder ab. Nach 55 Minuten bejubelte der FCM dann sogar schon das 3:0, der Treffer von Zukowski wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aber wieder einkassiert.
Von Hannover kam anschließend kaum noch etwas, auch wenn Wagner an der Seitenlinie permanent gestikulierte und anfeuerte. Nach einer guten Stunde verhinderte Weinkauf bei einem Atik-Kopfball mit einem starken Reflex das dritte Gegentor. 20 Minuten vor dem Ende kam auch etwas Pech dazu: Marcel Hartel verpasste mit einem Pfostenkracher aus 20 Metern nur knapp den Anschlusstreffer. Als die Gäste dann die Abwehr völlig entblößten, besorgte Zukowski mit einem Sololauf aus der eigenen Hälfte den Treffer zum Endstand.
Magdeburg ist am Sonntagmittag bei Dynamo Dresden zu Gast (13.30 Uhr). Hannover empfängt am Samstagabend den FC St. Pauli (20.30 Uhr).
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