Stand: 17.05.2026 • 21:46 Uhr
Was schon länger ein offenes Geheimnis war, ist nun auch offiziell verkündet: Nach nur 14 Spielen trennt sich Eintracht Frankfurt wieder von Trainer Albert Riera.
Die Zeit von Albert Riera bei Eintracht Frankfurt ist nach nur dreieinhalb Monaten schon wieder vorbei. Das hat der hessische Fußball-Bundesligist am Sonntagabend offiziell verkündet. Demnach gehen Riera und die Eintracht ab sofort getrennte Wege, hieß es in einer Mitteilung.
"Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden", ließ sich Sportvorstand Markus Krösche in einer Mitteilung zitieren.
Riera habe die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst des Klubs gestellt, hieß es vom Manager. "Albert und sein Team haben uns durch ihre akribische Arbeit zudem wertvolle Impulse gegeben, wofür wir uns ausdrücklich bedanken möchten", so Krösche weiter.
Dennoch sei man zum Entschluss gekommen, "dass wir zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen möchten". Neben Riera trennt sich der Klub auch von dessen Assistenten Pablo Remon Arteta und Lorenzo Dolcetti.
Das 2:2 gegen den VfB Stuttgart bedeutete für den spanischen Coach damit sein 14. und letztes Bundesliga-Spiel als Frankfurter Trainer. In seiner Bilanz stehen vier Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen. "Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen", hieß es von Riera: "Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln."
Ein Gruß der Fans an Alberto, den Eintracht-Trainer Albert Riera.
Der 44-Jährige war von Beginn an in Frankfurt angeeckt, trat breitbeinig und wortgewaltig auf. "Persönliche Interessen spielten für mich dabei keine Rolle", sagte der Coach: "Mein Ziel war, ist und wird immer dasselbe bleiben: die Spieler weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein."
Anfangs passten die Ergebnisse noch, schaffte es Riera, die so anfällige Defensive der Frankfurter dichter zu bekommen. Im Verlauf jedoch verpuffte der erste Effekt, waren die vorherigen Probleme auch die aktuellen der Mannschaft - mit einem Zusatz: Riera griff in der Kabine hart durch und hatte damit gerade die Führungsspieler alles andere als auf seiner Seite. Angefangen bei Mario Götze über Robin Koch und Arthur Theate bis hin zu Jonathan Burkardt - das Verhältnis zwischen vielen Profis und dem Trainer war belastet.
Wer die Nachfolge für den eigenwilligen Spanier antreten wird, ist noch offen. Die Kandidaten werden längst im Umfeld des Klubs genannt, auf häufigsten bisher Adi Hütter (vereinslos) und Matthias Jaissle (Al-Ahli).
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