BioWare und Mass Effect ging es wohl auch deshalb an den Kragen, weil EA die Ressourcen bewusst dem neuen Star Wars: Battlefront 3 zugestehen wollte. Zwei hochpreisige Sci-Fi-Titel wollte sich der Publisher demnach wohl nicht leisten.

Laut einem neuen Bericht hat das plötzliche Aus des neuen Mass Effect und des zuständigen Entwicklerstudios BioWare auch noch einen anderen Hintergrund als bloße Einsparungen. Demnach habe sich Publisher Electronic Arts bewusst für ein anderes Sci-Fi-Projekt entschieden, das somit indirekt Mass Effect: Universe den Kopf gekostet hat.

So berichtet das renommierte Magazin Bloomberg nun, dass EA schlicht keine zwei Sci-Fi-Actionspiele im Portfolio haben wollte, die dem Unternehmen jeweils Hunderte Millionen Dollar kosten. Gemeint ist dabei neben Mass Effect: Universe das zuletzt bestätigte Star Wars: Battlefront 3.

Intern sei schlussendlich die Entscheidung getroffen worden, dass der Star-Wars-Titel schlicht und ergreifend als die sicherere Wette auf eine erfolgreiche Zukunft angesehen wurde. Statt dem länger in Arbeit befindlichen Mass Effect: Universe will man sich folglich in Sachen Sci-Fi-Titel bei EA auf Star Wars: Battlefront 3 fokussieren.

Pikant dabei: Die aktiven Entwicklungsarbeiten an Battlefront 3 sind noch nicht einmal gestartet, wohingegen die Arbeiten am neuen Mass Effect schon Jahre liefen. Trotzdem sah man den Star-Wars-Ableger als "weniger riskant" an, zumal man unternehmensintern auch generell mehr mit Shootern als mit Rollenspielen anfangen kann.

Der Bericht geht auch noch auf weitere Hintergründe ein. Beispielsweise sollen auch die eher mauen Kritiken des vorherigen Teils Mass Effect: Andromeda sowie die der BioWare-Titel Anthem und Dragon Age: The Veilguard eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Und auch die neuen Anteilseigner und die damit verbundenen Veränderungen auf der Führungsebene hätten ihren Anteil an der Mass-Effect-Einstellung.

Extracted and lightly reformatted for readability. · Source: de