Stand: 11.10.2026 • 15:07 Uhr
60. Saisonsieg und der nächste Schritt auf der Mission Weltranglistenplatz eins: Alexander Zverev ist trotz offensichtlicher körperlicher Probleme beim Masters-1.000-Turnier in Shanghai ins Achtelfinale eingezogen. Dort trifft er nun auf Alexander Bublik aus Kasachstan.
Der deutsche Topspieler setzte sich am Sonntag (11.10.2026) mit 6:4, 6:8 (8:10), 6:3 gegen den Franzosen Quentin Halys durch und kommt seinem Ziel immer näher. Mit einem Halbfinaleinzug wäre der Hamburger, der am Ende des Matches nicht mehr rund lief, zum Jahresende sicher die Nummer eins der Welt.
Zverev verkürzt durch seinen vierten Erfolg in diesem Jahr gegen Halys den Rückstand auf Jannik Sinner weiter. Der Italiener, der den Tennisthron derzeit besetzt, beendete seine Saison aufgrund von Knieproblemen vorzeitig und wird bis zum Ende des Jahres entsprechend weitere Punkte verlieren. Für Zverev geht es bei normalem Verlauf nur noch um den Zeitpunkt, wann er als erster deutscher Profi seit Boris Becker den Spitzenplatz einnimmt.
Theoretisch könnten der Spanier Carlos Alcaraz und der Amerikaner Ben Shelton bis Jahresende noch an Zverev vorbeiziehen. Dafür müsste entweder Alcaraz oder Shelton aber nicht nur alle Turniere gewinnen, sondern auch noch für zusätzliche kleine Turniere melden. Das gilt als extrem unwahrscheinlich.
Gegen Halys hatte der Weltranglistenzweite in den drei vorherigen Duellen in diesem Jahr jeweils richtig arbeiten müssen - zweimal dabei (in Paris und New York) auf dem Weg zu seinen Grand-Slam-Triumphen, die die Karriere des Hamburgers veränderten und Grundlage für die Jagd nach der Spitzenposition im Ranking sind.
In Shanghai spielte der Außenseiter zunächst zu fehlerhaft, um den erneut stark aufschlagenden Zverev im ersten Satz zu gefährden. Anfang des zweiten Durchgangs meckerte Zverev offenbar unzufrieden mit seiner Bespannung in Richtung seiner Box und verspürte fortan deutlich mehr Gegenwehr des Weltranglisten-48.. Nach dem Satzausgleich reagierte Zverev aber in Manier eines Spitzenspielers und zog das Match auf seine Seite, obwohl er phasenweise im dritten Satz offenbar mit Knöchelproblemen zu kämpfen hatte. Nach 2:16 Stunden machte er mit einem Ass das Weiterkommen perfekt.
"Er hat unglaublich aggressiv gespielt, sehr gut aufgeschlagen. Du kannst sein Service nur schwer lesen", sagte Zverev nach dem hart umkämpften Sieg.
Quelle: sid/dpa/red
原文抓取与轻量化重排,仅供阅读辅助。 · 源语言:de
