Stand: 15.10.2026 • 21:53 Uhr

Seit zwei Jahren bemüht sich die italienische Großbank UniCredit um die Commerzbank. Nach langem Widerstand hat UniCredit nun eine wichtige Hürde genommen - und grünes Licht von der EZB bekommen.

Die UniCredit bekommt für die Übernahme von Commerzbank-Anteilen nach eigenen Angaben grünes Licht von der Europäischen Zentralbank (EZB). Damit kann die italienische Großbank ihre Commerzbank-Aktien, die sie sich im Sommer über ein Tauschangebot gesichert hatte, in eigene Anteile umwandeln.

UniCredit wertete die Entscheidung der EZB als "wichtigen Meilenstein" bei der Übernahme. Man habe die Genehmigung erhalten, die Schwelle von 30 Prozent der Kapitalbeteiligung an der Commerzbank zu überschreiten und den Anteil ohne Obergrenze weiter zu erhöhen. Mit den ausstehenden Genehmigungen rechnet UniCredit nach eigenen Angaben bis zum Jahresende.

Die Großbank aus Mailand hatte im Mai ein Angebot für sämtliche Commerzbank-Aktien vorgelegt und sich so Zugriff auf knapp die Hälfte der Anteile an dem DAX-Konzern gesichert - teils auch indirekt über komplexe Finanzgeschäfte. Für einen Vollzug des Aktientauschs stand aber noch die EZB-Genehmigung aus, die als zentraler Schritt gilt. Bis Ende des Jahres werde UniCredit "voraussichtlich über rund 50 Prozent der Stimmrechte bei der Commerzbank verfügen und könne die Kontrolle über die Bank übernehmen".

Die Übernahme ist seit Längerem umstritten. Die Commerzbank hatte sich lange dagegen gewehrt, ebenso die Bundesregierung. Trotz des Widerstands aus Deutschland hat die UniCredit ihren Anteil immer weiter ausgebaut. Zuletzt hatten beide Banken Verhandlungen über einen Zusammenschluss aufgenommen.

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