Stand: 14.05.2026 • 22:17 Uhr

Die Frauen des FC Bayern haben das DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Beim 4:0 ließen die Münchnerinnen ihre Kontrahentinnen nur eine Halbzeit lang mitspielen.

Die FC Bayern Frauen haben das Double sicher. Mit einer starken Leistung setzten sie sich wenige Tage nach der Übergabe der Meisterschale auch im DFB-Pokal-Finale gegen den VfL Wolfsburg durch. Georgia Stanway (45., E.), Pernille Harder (59.), Momoko Tanikawa (77.) und Arianna Caruso (85.) sorgten für einen am Ende souveränen 4:0 (1:0)-Sieg. Es ist erst das zweite Double und der dritte DFB-Pokal-Sieg in der Historie der FC Bayern Frauen.

Für die Fans des VfL Wolfsburg gab es vor dem Anpfiff die vielleicht beste Nachricht des Tages: Alexandra Popp war rechtzeitig zum DFB-Pokal-Finale fit geworden und spielte in ihrer letzten Partie nach 16 Jahren Vereinszugehörigkeit von Anfang an. Auch auf der anderen Seite feierte eine große Spielerin ihren Abschied: die Engländerin Stanway wird den FCB im Sommer verlassen.

Es dauerte sieben Minuten, bis Popp zum ersten Mal in Erscheinung trat. Nach einem langen Ball hatte sie an der Mittellinie zwei Gegenspielerinnen um sich herum. Popp fackelte nicht lange, zog aus dieser großen Distanz einfach mal ab, da FCB-Torhüterin Ena Mahmutovic etwas herausgerückt war. Der Ball flog weit vorbei, aber dieser Mut, die Machermentalität, die Popp in Wolfsburg zur Legende gemacht hat und ihrem Team dabei geholfen hat, den DFB-Pokal zehnmal in Serie (2015-2024) in die Höhe zu stemmen.

Die Zeit von Popp endet, die Dominanz des VfL Wolfsburg ist auch Geschichte. Die Münchnerinnen, mit internationalen Topspielerinnen wie Stanway bestückt, haben die Vorherrschaft im deutschen Fußball übernommen. Die Rekordsiegerinnen aus Wolfsburg wareb als klare Underdogs in dieses Finale gegangen. Mit "Mut und Einsatz" hatten sie angekündigt, den FC Bayern ärgern zu wollen.

Das klappte zunächst auch. 20 Minuten dauerte es, bis die Münchnerinnen das erste Mal am Wolfsburger Strafraum schnupperten. Klara Bühl hatte eine gefährliche Flanke genau auf den Kopf von Pernille Harder gebracht. Doch die Dänin bekam aus guter Position keinen Druck hinter den Ball, den sie nur wenige Zentimeter neben das Tor setzte.

Es war eine der wenigen Strafraumsituationen in der ersten Halbzeit, in der sich der VfL gegen die Münchner Angriffe stemmte und wenig zuließ. In der 34. Minute prüfte Lena Lattwein mit einem guten Distanzschuss Mahmutovic, die bei der bis dahin besten Chance für Wolfsburg souverän zugriff.

Wenige Minuten vor der Pause drang Tanikawa in den Strafraum des VfL Wolfsburg ein, die ehemalige Münchnerin Lineth Beerensteyn versuchte mit einer riskanten Grätsche, Tanikawa zu stoppen, doch erwischte anstatt des Balles den Knöchel ihrer Gegenspielerin. Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer entschied auf Weiterspielen, revidierte jedoch nach Ansicht der Videobilder ihre Entscheidung und zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stanway souverän zum 1:0.

Kurz darauf hatte Harder die Vorentscheidung auf dem Fuß – wieder war es die starke Tanikawa, die im Wolfsburger Strafraum an den Ball kam. Die Japanerin sah die freistehende Harder am Fünf-Meter-Raum, die sie mit einem präzisen Pass bediente. Doch wieder bekam Harder, diesmal mit dem Fuß, nicht genügend Druck hinter den Ball. Zwar überwand sie Torhüterin Stina Johannes, doch auf der Linie klärte DFB-Spielerin Sarai Linder (45.+2). Das 2:0 wäre in diesem umkämpften Spiel zu dem Zeitpunkt auch eindeutig zu viel gewesen.

Die Münchnerinnen kamen deutlich besser aus der Pause, schnürten Wolfsburg zunehmend vor dem eigenen Strafraum ein und wurden immer gefährlicher. Linda Dallmann, Giulia Gwinn, Tanikawa, Bühl – die Offensive der Münchnerinnen spielte sich allmählich frei. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der FC Bayern das 2:0 erzielen würde – und so kam es auch: Magdalena Eriksson schickte eine lange Flanke aus dem Halbfeld auf die startende Harder. Janina Minge unterlief den Ball und so konnte die Dänin gegen die Laufrichtung von Johannes unbedrängt zum 2:0 einköpfen (59.).

Wer trotz dieser deutlichen Führung an ein Comeback der Wolfsburgerinnen geglaubt hatte, wurde wenig später jeglicher Hoffnung beraubt. Bühl drang in den Strafraum ein, brachte den Ball über Umwege zu der einstartenden Tanikawa, die ihn nur noch über die Torlinie drücken musste (77.). 3:0 – das zweite Double in der Geschichte der FC Bayern Frauen war spätestens zu diesem Zeitpunkt sicher. Caruso setzte schließlich wenige Minuten vor dem Ende einen schönen Freistoß ins Eck und somit auch den Schlusspunkt (85.). Mit dem Double-Sieg veredeln die Münchnerinnen die wohl beste Saison ihrer Geschichte.

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