Drei Erzrivalen, ein gemeinsames Netz: AT&T, T-Mobile und Verizon wollen Funklöcher per Satellit beseitigen. (© Haidan via Unsplash)

Auch in den USA sind Funklöcher kein seltenes Phänomen – trotz aller Fortschritte bei der 5G-Abdeckung. Jetzt unternehmen ausgerechnet die drei größten Mobilfunkanbieter des Landes einen gemeinsamen Anlauf, das zu ändern: AT&T, T-Mobile und Verizon haben laut einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 14. Mai 2026 eine grundsätzliche Einigung erzielt, ein neues Joint Venture zu gründen.

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Laut der Pressemitteilung soll die Partnerschaft die bislang getrennt lizenzierten Frequenzkapazitäten der drei Anbieter zusammenführen und darauf aufbauend eine zentrale Infrastruktur errichten, über die Satellitenbetreiber künftig deutlich größere Nutzergruppen ansprechen können.

Für eine reibungslosere Nutzererfahrung sollen einheitliche technische Standards gesetzt werden – mit dem Ziel, D2D-Dienste geräteübergreifend von der Betriebssystemebene bis zur Hardware zum Laufen zu bringen.

Dabei betonen die beteiligten Unternehmen ausdrücklich, dass das Joint Venture ihre jeweiligen Einzelkooperationen mit Satellitenbetreibern nicht ersetzt, sondern ergänzt: Jeder Carrier kann seine bestehenden Partnerschaften unabhängig weiterführen.

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So ambitioniert das Vorhaben klingt, so vorsichtig sollte man die Ankündigung einordnen. Bislang handelt es sich lediglich um eine grundsätzliche Einigung – konkrete Verträge wurden noch nicht geschlossen, ein Zeitplan für den Start des Joint Ventures ist bisher nicht kommuniziert.

Das Vorhaben steht zudem unter dem Vorbehalt regulatorischer Prüfungen, was angesichts der Marktmacht der drei Beteiligten durchaus ein relevanter Faktor sein dürfte. Ob Kartellbehörden ein solches Bündnis unter den Branchenriesen ohne Auflagen durchwinken, bleibt abzuwarten.

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