Stand: 17.10.2026 • 17:54 Uhr
In der Nacht zu Samstag sind in Köln erneut Schüsse gefallen. Unbekannte schossen auf ein Wohnhaus in Merkenich und ein Restaurant in Rodenkirchen. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen in beiden Fällen nach je zwei Männern.
In Köln haben schon wieder Unbekannte mehrere Schüsse auf Gebäude abgegeben. Diesmal traf es ein Wohnhaus im Stadtteil Merkenich. Wenig später schlugen Patronen in ein Restaurant in Rodenkirchen ein. Beide Taten ereigneten sich in der Nacht zu Samstag. Die Polizei sucht Zeugen.
Nach Angaben der Polizei hörten Anwohner in Merkenich gegen 3:20 Uhr mehrere Knallgeräusche und riefen die Polizei. Die Beamten entdeckten an einem Einfamilienhaus mehrere Einschusslöcher. In dem Haus hielt sich zum Zeitpunkt als die Schüsse abgegeben wurden niemand auf.
Einer der Anwohner schilderte im Gespräch mit dem WDR, dass er von den Schüssen geweckt wurde. Dies sei bereits das zweite Mal gewesen, dass nachts in der Straße geschossen wurde. Ihm ginge es damit schlecht, sagte er.
Hier leben Kinder, Familien. Hier ist eine Einfamilienhauswohnsiedlung, und wenn hier geschossen wird, dann hört der Spaß auf.
Anwohner
Auch andere Anwohner sind verunsichert und beklagen, von der Polizei nicht ausreichend informiert worden zu sein.
Laut Zeugenberichten sollen zwei Männer vom Tatort geflüchtet sein. Der eine trug eine dunkle Basecap, eine schwarze Jogginghose sowie eine North-Face-Jacke mit Kapuze. Über seine Nase hatte er ein Tuch gezogen. Auch sein Komplize soll dunkel gekleidet gewesen sein.
Nach Schüssen auf dieses Restaurant in Köln-Rodenkirchen sucht die Polizei nach Spuren
Rund eine Stunde später fielen weitere Schüsse im Stadtteil Rodenkirchen. Diesmal war das Ziel ein Restaurant in der Gegend um den Maternusplatz. Die Polizei fand dort in der Glasfront des Lokals mehrere Einschusslöcher. Zeugen berichten, dass zwei dunkel gekleidetete Personen auf grün-weißen E-Scootern in Richtung Rhein davonfuhren.
Damit erhöht sich die registrierte Zahl dieser Art von Straftaten auf 28 Fälle seit Mai dieses Jahres. Die Hintergründe in den beiden Fällen sind noch unklar. In der Vergangenheit vermutete die Polizei Erpressung als mögliches Motiv. Sowohl in Merkenich als auch in Rodenkirchen wird nach jeweils zwei Tätern gefahndet. Das deutet auf eine bestimmte Kriminalitätsform, die „Crime as a service“ genannt wird. Die Täter sind angeheuert. Einer schießt, einer filmt die Tat, um dem Auftraggeber den Nachweis zu liefern.
Sendung: WDR.de, Wieder Schüsse in Köln: auf Wohnhaus und Restaurant, 17.10.2026, 14:30 Uhr
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