Der taiwanische Elektronikfertiger Foxconn hat am Dienstag einen Cyberangriff auf seine nordamerikanischen Werke bestätigt. Zuvor hatte die Ransomware-Bande Nitrogen den Konzern auf ihrer Leak-Seite gelistet und behauptet, umfangreiche Datenmengen erbeutet zu haben. Foxconn zählt zu den wichtigsten Zulieferern großer Hardwarehersteller wie Apple und Nvidia.
„Einige Werke von Foxconn in Nordamerika wurden Ziel eines Cyberangriffs“, teilte ein Sprecher des Unternehmens dem Magazin The Register mit. Das Cybersecurity-Team habe sofort die Notfallmechanismen aktiviert und mehrere Maßnahmen ergriffen, um Produktion und Lieferung aufrechtzuerhalten. Inzwischen nähmen die betroffenen Fabriken den Normalbetrieb wieder auf.
Die kriminellen Mitglieder von Nitrogen behaupten, sie hätten 8 TByte an Daten mit mehr als 11 Millionen Dateien aus dem Unternehmen abgezogen. Darunter befänden sich vertrauliche Anweisungen, interne Projektdokumente und technische Zeichnungen zu Vorhaben von Intel, Apple, Google, Dell und Nvidia. Foxconn wollte nicht bestätigen, ob tatsächlich Kundendaten in die Hände der Angreifer gelangten.
Für Foxconn ist es nicht die erste Begegnung mit Ransomware-Banden. 2024 meldete LockBit einen erfolgreichen Angriff auf Foxsemicon Integrated Technology, einen Hersteller von Halbleiteranlagen innerhalb der Foxconn Technology Group. Dieselbe Gruppe traf 2022 bereits eine Foxconn-Tochter in Mexiko.
Nitrogen treibt seit 2023 sein Unwesen. 2024 gelang es der Bande, Administratoren über täuschend echte Fake‑Webseiten zur Installation ihrer Malware zu verleiten. The Register vermutet, dass das Zahlen von Lösegeld wenig bringen könnte, denn Coveware-Forscher warnten bereits im Februar, dass ein Programmierfehler im Decryptor der Gruppe die Wiederherstellung verschlüsselter Dateien verhindert. (ims)
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