Stand: 16.10.2026 • 21:42 Uhr
Die gerade erst angetretene neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, gibt ihr Amt schon wieder auf. Sie war wegen falscher Angaben zu ihrem Lebenslauf unter Druck geraten.
Seit Montag war Katie Zacharia Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump. Nun gibt sie ihr Amt schon wieder auf. Zacharia werde den Posten räumen, bestätigte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur dpa. Trump erklärte, er habe es nicht eilig, einen Nachfolger zu ernennen, wie der Sender Fox News berichtete.
Trump selbst hatte es vor Reportern so dargestellt, als hätte er Zacharia nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. "Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen", erzählte er Reportern vor dem Weißen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen.
Mehrere US-Medien berichteten dagegen, dass er sie gefeuert habe.
Ihre beruflichen Qualifikationen hatten in den vergangenen Tagen eine Debatte ausgelöst und sie selbst massiv unter Druck gebracht. Zacharia hatte in einem Interview mit dem Sender Fox News eingeräumt, dass sie durch die Anwaltsprüfung gefallen war.
Dennoch bezeichnete sich die studierte Juristin als Rechtsanwältin: Zacharia hatte erklärt, ihr sei gesagt worden, sie dürfe sich trotzdem "lawyer" nennen, aber nicht "attorney". Während "attorney" definitiv eine Anwaltszulassung voraussetzt, wird "lawyer" im US-Sprachgebrauch teils auch für Juraabsolventen verwendet - kann aber unter Umständen auch rechtlich problematisch sein. Trump selbst hatte sie bei ihrer Ernennung als "attorney" vorgestellt.
Trump hatte Zacharia erst vergangene Woche Freitag zur Nachfolgerin von Karoline Leavitt ernannt, die ihren Rücktritt mit ihrer Familie begründet hatte.
Am Montag hatte Zacharia ihren Job angetreten und Dienstag ihre erste Pressekonferenz gegeben. Bei ihrem ersten, nur 14 Minuten langen Auftritt fiel sie mit Versprechern auf und wirkte schlecht vorbereitet.
Der US-Präsident gab den Medien die Schuld an dem Debakel: Sie seien "sehr schlecht" mit seiner neuen Sprecherin umgegangen, sagte er. Trump wolle lediglich, dass sie glücklich sei und sie habe in den vergangenen Tagen sehr gelitten.
Bei ihrer Ernennung hatte Trump Zacharia als "loyale und brillante Unterstützerin" gelobt. Außerdem sei sie "ein hingebungsvoller Fan und Mitglied" seiner Bewegung Make America Great Again, kurz MAGA. Bevor sie Sprecherin des Weißen Hauses wurde, arbeitete Zacharia als Kommunikationsberaterin bei Trumps Medienunternehmen, das die Präsidenten-Plattform Truth Social betreibt.
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