Stand: 17.10.2026 • 22:15 Uhr

Neun Spiele, neun Siege: Die Bilanz des FC Barcelona in La Liga bleibt makellos. Der Tabellenführer gewann sein Auswärtsspiel bei Real Betis Sevilla am Samstagabend mit 5:2 (2:1) - inklusive Traumtor, Roter Karte und nicht gegebener Tore.

Lamine Yamal (10.), Rodri (41.), Gabriel Jesus (51.), Eric Garía (62.) und Dani Olmo (81.) trafen für das Team von Trainer Hansi Flick, das nach neun Spielen jetzt bereits 39 Tore erzielt hat. Valentín Gomez (27.) und Abde Ezzalzouli (53.) verkürzten zwischenzeitlich für Betis, bei denen Facundo Bernal in der 54. Minute die Rote Karte sah. Für den Tabellendritten Betis war es die erste Niederlage nach sieben ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie.

Barca kontrollierte von Beginn an das Geschehen, wurde aber zunächst nicht gefährlich. Das änderte sich schlagartig in der 10. Minute, in der Lamine Yamal ein kleines Kunstwerk ablieferte. Der 19-Jährige bekam im Mittelfeld den Ball, dribbelte Richtung Strafraum und ließ dort seinen Gegner ins Leere laufen, indem er den Ball am eigenen Standbein vorbei nach innen legte. Aus dem Stand schlenzte er die Kugel unhaltbar für Betis-Torwart Álvaro Valles ins linke Kreuzeck - ein Traumtor.

Barca verpasste es anschließend, das zweite Tor nachzulegen. Dafür kam Betis mit der ersten echten Chance zum Ausgleich. Pablo Fornals flankte im Anschluss an einen Eckball in den Strafraum. Gómez stieg in der Mitte am höchsten und köpfte zum überraschenden Ausgleich ein (27.).

Das Spiel wurde danach körperlicher, die Fouls häuften sich. Chancen gab es dennoch auf beiden Seiten. Karim Adeyemi scheiterte per Heber an Valles (34.), auf der anderen Seite verhinderte Barca-Keeper Joan García das fast sichere 2:1 für Betis, als er gegen Hector Bellerín schon geschlagen aussah, dann aber doch noch zur Stelle war (38.).

Das Tor fiel auf der anderen Seite - und zwar trocken nach einem Strandard. Rodri köpfte eine Ecke von Fermín Lopez beinahe unbedrängt ins lange Eck (41.). Valles hatte rein Rauslaufen gezögert.

Beinahe wäre Barca aber trotzdem nicht mit einer Führung in die Kabine gegangen, weil auch Giovani Lo Celso ein Traumtor erzielte. Aus der Drehung knallte er den Ball per Dropkick aus 18 Metern in den Winkel. Der VAR erkannte in der Entstehung jedoch ein Handspiel von Pablo Fornals, Schiedsrichter Ricardo De Burgos Bengochea nahm das Tor zurück (45.). Das sorgte für heftige Proteste der Betis-Verantwortlichen, denn das Handspiel passierte weit vor dem Treffer.

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war der VAR schon wieder gefordert, brauchte allerdings nicht lange, um einen Treffer von Gabriel Jesus wegen abseits wieder einzukassieren (50.).

Es war der Auftakt zu wilden fünf Minuten. Nur eine Minute nach dem nicht gegebenen Treffer spielte es Barca wieder schnell. Am Ende der Kette legte Yamal den Ball quer in die Mitte auf Jesus, der dann doch noch über einen Treffer jubeln durfte - 3:1 Barca.

Es dauerte aber nur zwei Minuten, da stand es schon wieder 3:2. Betis konterte und schickte Ezzalzouli alleine auf García zu. Der Betis-Stürmer blieb cool und schob ins rechte Eck ein (53.).

Die Aufholjadgd blieb aber aus, weil Betis sich selber schwächte: Nur eine Minute nach dem Anschluss kam es nach einem Foul im Mittelfeld zu einer Rudelbildung. Lamal und Bernal gerieten im aneinander, bis Bernal da Yamal am Hals packte und auf den Boden berförderte. Schiedsrichter De Burgos Bengochea zog die Rote Karte (54.).

Mit einem Mann weniger stand Betis nun natürlich vor einer schweren Aufgabe, die in der 62. Minute noch ein ganzes Stück schwerer wurde: Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam Barcas Pau Cubarsí vor Torwart Valles an den Ball und legte die Kugel in die Mitte. Gracía musste nur noch einschieben - 4:2 Barcelona.

Betis spielte in der Folge noch gut mit. Barcelona hatte jedoch alles unter Kontrolle und setzte in der 81. Minute den Schlusspunkt: Der eingewechselte Olmo traf aus 16 Metern platziert ins rechte Eck.

Weiter geht es für den FC Barcelona bereits am Dienstag in der Champions League bei Paris St. Germain (21 Uhr), ehe am kommenden Sonntag in Barcelona der Clásico gegen Real Madrid steigt (21 Uhr). Real Betis empfängt am Mittwoch in der Champions League (21 Uhr) Feyenoord Rotterdam. Nächster Gegner in der Liga ist am Sonntag Celta Vigo (16.15 Uhr).

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