Stand: 14.05.2026 • 21:28 Uhr
Es ging um das letzte Playoff-Ticket in der BBL: In einer spannenden und lange ausgeglichen Partie hatten die Trierer im Schlussviertel gegen Rostock die besseren Nerven.
Von Marc Steffgen
Beide Mannschaften glänzten zunächst mit hohen Trefferquoten besonders aus der Distanz. Die Partie war lange ausgeglichen und auf hohem Niveau. Im Schlussviertel summierten sich bei den Rostockern die Defizite. Aufsteiger Trier sicherte sich mit 76:69 gegen die Rostock Seawolves das letzte Play-Off-Ticket und trifft am Sonntag auf Bayern München.
Die Gladiators hatten ihre Fans gebeten in Weiß zu erscheinen. Die meisten der 5.400 Zuschauer taten das auch. Ein Play-off-Platz wäre die Krönung einer überragenden Saison - zuletzt stand Trier vor 22 Jahren in den Play-offs der Basketball-Bundesliga.
TJ Crockett Jr (Rostock Seawolves) im Zweikampf mit Jordan Roland (Gladiators Trier).
Rostock zu Beginn aus der Distanz treffsicher: Alleine TJ Crockett versenkte in den ersten drei Minuten drei Dreier. Trier hielt mit fünf von sechs verwandelten Dreiern dagegen. Beide Mannschaften präsentierten sich auch im restlichen ersten Viertel souverän - von Nervosität keine Spur. Der Zwischenstand: 24:24.
Der offene Schlagabtausch setzte sich im zweiten Viertel nahtlos fort. Die Seawolves brillierten mit spektakulären Aktionen, die Gladiators aber unbeeindruckt, zeigten zur Freude ihrer Fans immer feineren Basketball und gingen zwischenzeitlich mit sieben Punkten in Führung. Zum Ende des Viertels wurde Rostock wieder stärker, hatte Vorteile bei den Rebounds. Ein Dreier von Behnam Yakchali sicherte Trier die knappe 47:43-Halbzeitführung.
Kassim Nicholson (Rostock Seawolves) im Zweikampf mit Marten Linssen (Gladiators Trier).
Die Rostocker kamen besser aus der Kabine, knüpften an die guten Defensiv-Leistungen der vergangenen Spiele an und machten vorne die Punkte. Die Gladiators brauchten fünf Minuten, um wieder halbwegs in die Partie zu kommen. Angetrieben vom besten Offensiv-Mann der BBL, Jordan Roland, starteten die Trierer einen elf Punkte Lauf. 62:60 der Spielstand nach Viertel drei.
Clayton Guillozet (Gladiators Trier) im Zweikampf mit DeAndre Lansdowne (Rostock Seawolves).
Die Crunch-Time verlief erwartungsgemäß hektisch: Trier startete besser, baute die Führung zwischenzeitlich auf sieben Zähler aus. Rostock brauchte vier Minuten, um zum ersten Korberfolg im Schlussviertel zu kommen.
TJ Crockett brachte seine Seawolves danach wieder auf Kurs. Trier ließ im Gegenzug mehrere gute Chancen liegen. Nur vier Punkte trennten die Teams drei Minuten vor Schluss. Trier verteidigte verbissen und rettete den Vorsprung mit 76:69 über die Zeit.
Die Gladiators haben damit als Aufsteiger in die BBL nach 22 Jahren wieder die Play-Offs der Basketball-Bundesliga erreicht und treffen am Sonntag auf Bayern München. "Es wird ein Duell David gegen Goliath. Wir sind der Underdog und freuen uns drauf", sagte Gladiators-Coach Jacques Schneider, dem Streaming-Portal "Dyn".
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