Stand: 18.05.2026 • 10:00 Uhr

In "Blickpunkt Sport" hat Thomas Hitzlsperger sein Interesse am TSV 1860 München bestätigt. Der ehemalige Nationalspieler berichtet von konstruktiven Gesprächen mit dem Verein und dem Umfeld von Investor Hasan Ismaik.

Von Mona Marko

Schon in den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte, wonach Thomas Hitzlsperger Anteilseigner beim Fußball-Drittligisten TSV 1860 München werden möchte. Bei "Blickpunkt Sport" im BR Fernsehen bestätigte der ehemalige Nationalspieler nun, Gespräche mit dem Verein und Investor Hasan Ismaik aufgenommen zu haben: "Das Interesse ist da", sagte Hitzlsperger. "Wir haben schon mit vielen Leuten gesprochen - aus dem Verein, aber auch von Hasan Ismaiks Vertretern. Eines kann ich schon sagen: Egal, mit wem wir es zu tun hatten, das waren konstruktive Gespräche. Da kann ich nur Gutes berichten." Trotzdem sei Hitzlsperger bewusst, "dass es bei Sechzig, so wie sie aktuell dastehen, nicht auf allen Ebenen ein Miteinander ist, dass es sehr sehr kompliziert ist."

Ismaik will seine Anteile schon seit über einem Jahr loswerden. Im Sommer 2025 sah dann alles danach aus, als hätte der Jordanier einen Käufer gefunden. Der Verein selbst hatte den bevorstehenden Verkauf an einen Schweizer Unternehmer bereits verkündet, doch das Ganze fiel ins Wasser. In einem Post in den sozialen Medien gab der Jordanier bekannt: "Der vorgesehene Käufer hat uns alle in eine sehr schwierige Lage gebracht. Ich werde daher alle vertraglichen und rechtlichen Schritte prüfen und einleiten." Nun, rund zehn Monate später könnte sich nun also Hitzlsperger in Position bringen.

Der 44-Jährige ist gebürtiger Münchner, er spielte nach vielen Jahren in der FC-Bayern-Jugend unter anderem für Aston Villa, wurde Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und war über Jahre Teil der Nationalmannschaft. Nach seinem Aus als Sportvorstand und Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart im März 2022 ist er inzwischen als Investor beim dänischen Erstligisten Aalborg BK sowie als Verwaltungsratsmitglied bei Hellas Verona in Italien sowie als ARD-Fußball-Experte bei der kommenden Weltmeisterschaft im Einsatz.

Das Interesse am Giesinger Verein bestehe schon lange, berichtete Hitzlsperger: "Ich bin in einem Umfeld mit lauter Sechzgern aufgewachsen. Ich hab zwar nie für den Verein gespielt, aber ihn immer verfolgt." Vor allem die ARD-Doku-Reihe "Rise & Fall of TSV 1860" habe ihn dazu gebracht, sich eingehender mit dem Münchner Traditionsklub zu beschäftigen: "Die Doku hat dazu geführt, dass ich mir gedacht habe: Vielleicht gibt es die Möglichkeit, bei 1860 tätig zu werden und ich habe mich in den letzten Monaten intensiv damit beschäftigt."

In dem Vorhaben habe er sich mit dem ehemaligen 1860-Geschäftsführer Markus Rejek zusammengetan: "Wir haben Überlegungen angestellt, ob es nicht mal die Möglichkeit gibt, Hasan Ismaik als Gesellschafter abzulösen, vielleicht mit Partnern zusammen bei Sechzig was zu unternehmen. Hitzlsperger aber will das Ganze mit Ruhe angehen: "Das Interesse ist da, das muss aber auch insgesamt passen, momentan ruht es erstmal. Schauen wir, wie es weitergeht."

Quelle: Blickpunkt Sport 17.05.2026 - 19:45 Uhr

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