Stand: 17.10.2026 • 15:38 Uhr

Der VfL Wolfsburg hat das Duell der Bundesliga-Absteiger am 8. Zweitliga-Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:1 (2:1) für sich entschieden. Dabei entwickelte sich vom Start weg ein unterhaltsames Spiel.

Schon nach 35 Sekunden traf Alexander Bernhardsson zur Wolfsburger Führung. Patrick Mainka glich nach 21. Minuten für die Gäste aus. Robert Glatzel (45.+1) und Muhammed Damar (65.) schossen Wolfsburg zum Sieg.

Damit holte der VfL sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen und schiebt sich in der Tabelle auf den Relegationsrang. Heidenheim hat dagegen seit zwei Spielen nicht mehr gewonnen und rutscht auf Rang fünf ab. Beide Teams trennt aber nur ein Zähler.

VfL-Trainer Tobias Strobl zeigte sich nach der Partie am Sportschau-Mikrofon nicht rundum zufrieden: "Wir wollten defensiv stabiler werden, das haben wir in der ersten Halbzeit nicht geschafft", sagte er. "Umso bemerkenswerter war die Antwort in der zweiten Halbzeit."

"Die Mannschaft hat ein tolles Auswärtsspiel gespielt und sich viele Chancen erarbeitet, Wolfsburg hatte große Probleme gegen uns", sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt der Sportschau. "Wir hätten in Führung gehen müssen und dann liegst du plötzlich zurück. Wir haben die Chancen nicht genutzt und dann wird's schwierig, so ein Spiel zu gewinnen."

Dass die Spiele des VfL derzeit Spektakel versprechen, haben der 5:1-Sieg gegen Darmstadt und das 4:4 zuletzt gegen den 1. FC Nürnberg gezeigt. Auf einen langsamen Start hatten beide Mannschaften auch am Samstagmittag keine Lust, es ging sofort zur Sache. Nach gerade einmal 15 Sekunden hatte Heidenheims Christian Conteh die Führung auf dem Fuß, Timon Wellenreuther im Wolfsburger Tor war jedoch schon warm und verhinderte die Gäste-Führung.

Nur 20 Sekunden später lag der Ball trotzdem im Tor - allerdings im Heidenheimer. Vinicius Souza behauptete den Ball im Strafraum und passte in den Rückraum. Dort stand Bernhardsson bereit und knallte die Kugel aus 17 Metern ins linke Eck (1.). Es war der bislang schnellste Treffer dieser Zweitliga-Saison.

Und rasant ging es weiter: In der dritten Minute zog Bernhardsson eine Ecke auf den kurzen Pfosten. Heidenheims Julien Niehues köpfte den Ball an die eigene Latte. Danach war Wolfsburgs Innenverteidiger Cleiton gefordert. Nach einem verunglückten Ausflug von Wellenreuther köpfte der eine Kopfballbogenlampe von Jan Schöppner von der Linie (11.). Nur eine Minute später jubelte Alessandro Vogt über den vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer zählte wegen einer vorherigen Abseitsstellung aber nicht (12.).

Heidenheim war nun aber am Drücker, musste in der 15. Minute aber noch einmal tief durchatmen, als Saël Kumbedi aus spitzem Winkel den Pfosten traf. Sechs Minuten später fiel dann aber der verdiente Ausgleich. Wolfsburg konnte nach einer Heidenheimer Ecke nicht klären. Schöppner brachte den Ball in Richtung Fünfmeterraum, Mainka köpfte ihn ins lange Eck (21.).

Wolfsburg war nun sichtlich angeknockt, es gab Heidenheimer Chancen im Minutentakt. Aber weder Niehues (24.) noch Vogt (28.) trafen aus aussrichtsreichen Positionen das Tor.

Erst ab der 30. Minute beruhigte sich das Spiel ein wenig und Wolfsburg holte sich die Kontrolle zurück - und wäre kurz vor der Pause fast in Führung gegangen. Berhardsson schlenzte den Ball aus 20 Metern an den Pfosten (45.).

Trotzdem gingen die Hausherren mit einer Führung in die Pause. Denn in der Nachspielzeit köpfte Glatzel eine Flanke von Joakim Mähle aus elf Metern ins Tor (45.+1). Es war der Schlusspunkt einer rasanten ersten Hälfte.

Rasant ging es auch in Halbzeit zwei weiter, wobei die Chancendichte deutlich abnahm. Beinahe hätte Vogt aber für einen Heidenheimer Blitzstart gesorgt, haute den Ball in der 47. Minute jedoch knapp über das Tor. Der FCH war das spielbestimmende Team, Wolfsburg schaffte es jedoch viel besser, das Heidenheimer Tempo unter Kontrolle zu bringen.

Nach vorne versuchten die Wolfsburger immer wieder, Nadelstiche zu setzen - und pieksten den FCH in der 65. Minute ganz empfindlich. Fabian Reese bediente Damar rund 20 Meter vor dem Tor. Der Wolfsburger zog ab und hatte Glück, dass Mainka den Ball entscheidend abfälschte. Die Kugel schlug unhaltbar für Thomas Dähne im rechten Eck ein.

Der Treffer gab dem VfL sichtlich Sicherheit und Selbstvertrauen - und so ging das Chancen-Festival weiter. Kumbedi (68.), Reese (71.), Damar (72.) und der eingewechselte Elvis Rexhbecaj (72.) verpassten aber die Entscheidung für den VfL.

Rächen sollte sich das aber nicht. Heidenheim drückte zwar noch mal auf den Ausgleich, Wolfsburg ließ aber keine gefährlichen Chancen mehr zu und behielt die Punkte.

Weiter geht es für den VfL Wolfsburg am Freitagabend mit einem Auswärtsspiel beim VfL Bochum (18-30 Uhr). Heidenheim empfängt am Samstagmittag Energie Cottbus (13 Uhr).

Quelle: red/dpa/sid

原文抓取与轻量化重排,仅供阅读辅助。 · 源语言:de