Figure-Roboter arbeiten per Livestream einen ganzen Tag – je beeindruckender die Leistung, desto schärfer die Kritik
Zuletzt stand Figure AI mit einem zweiminütigen Haushaltsvideo am 8. Mai im Rampenlicht: Zwei Figure-03-Roboter räumten dabei mit einem gemeinsamen „Gehirn“ ein Zimmer auf. Wenige Tage später sorgte das Unternehmen erneut für Aufsehen. Drei humanoide Roboter namens „Bob“, „Frank“ und „Gary“ sortieren derzeit in einem US-Logistiklager rund um die Uhr Pakete – und werden dabei live gestreamt. Innerhalb kürzester Zeit verfolgten mehr als zwei Millionen Menschen die Übertragung auf X und YouTube. Figure AI streamte inzwischen 40 Stunden am Stück und übertraf damit die ursprünglich geplante Acht-Stunden-Challenge deutlich. Auslöser war ein Streit in sozialen Medien: Robotik-Experte Scott Walter forderte am 13. Mai, humanoide Roboter müssten mindestens acht Stunden autonom arbeiten, um praktisch relevant zu sein. Figure-CEO Brett Adcock entgegnete, das sei längst Alltag und kündigte den Livestream an. So wurde aus einer Online-Debatte eine öffentlich inszenierte Machtdemonstration. Trotz der Vorführung blieben Zweifel: Beobachter fragten, ob die Roboter wirklich autonom arbeiteten oder per Fernsteuerung gesteuert würden. Besonders die kurzen Gesten wie das sogenannte Kratzen am Kopf oder die „Motorradpose“ sorgten für Spott. Figure wies die Vorwürfe zurück. Inhaltlich zeigt der Stream vor allem den sogenannten Induktions- und Sortierprozess bei Paketen, eine der schwierigsten Aufgaben in der automatisierten Logistik. Die Roboter müssen Barcodes erkennen, Pakete greifen, drehen und mit der Code-Seite nach unten ablegen – bei variierenden Formen, Falten und Störungen. Figure betont, dass dies ohne vorprogrammierte Pfade und ohne menschliches Eingreifen geschieht. Technisch basiert das System auf Helix 02, einer neuen, selbst entwickelten KI-Architektur mit End-to-End-Kontrolle des gesamten Körpers. Sie kombiniert visuelle Wahrnehmung, Bewegungssteuerung und Balance in einem Modell und kann über mehrere Bildfolgen hinweg Kurzzeitgedächtnis bilden, um etwa Etiketten auch bei teilweiser Sichtbarkeit zu erkennen. In 5 Stunden verarbeiteten die drei Roboter rund 6.700 Pakete. Das entspricht etwa drei Sekunden pro Paket und nähert sich damit laut Vergleichswerten der menschlichen Sortierleistung an. Figure will mit dem Dauerstream vor allem die Stabilität des Systems und den praktischen Nutzen im Lager demonstrieren. Auch andere Roboterfirmen in China und den USA drängen inzwischen mit realen Industrieanwendungen auf den Markt.
Zuletzt stand Figure AI mit einem zweiminütigen Haushaltsvideo am 8. Mai im Rampenlicht: Zwei Figure-03-Roboter räumten dabei mit einem gemeinsamen „Gehirn“ ein Zimmer auf. Wenige Tage später sorgte das Unternehmen erneut für Aufsehen. Drei humanoide Roboter namens „Bob“, „Frank“ und „Gary“ sortieren derzeit in einem US-Logistiklager rund um die Uhr Pakete – und werden dabei live gestreamt. Innerhalb kürzester Zeit verfolgten mehr als zwei Millionen Menschen die Übertragung auf X und YouTube. Figure AI streamte inzwischen 40 Stunden am Stück und übertraf damit die ursprünglich geplante Acht-Stunden-Challenge deutlich. Auslöser war ein Streit in sozialen Medien: Robotik-Experte Scott Walter forderte am 13. Mai, humanoide Roboter müssten mindestens acht Stunden autonom arbeiten, um praktisch relevant zu sein. Figure-CEO Brett Adcock entgegnete, das sei längst Alltag und kündigte den Livestream an. So wurde aus einer Online-Debatte eine öffentlich inszenierte Machtdemonstration. Trotz der Vorführung blieben Zweifel: Beobachter fragten, ob die Roboter wirklich autonom arbeiteten oder per Fernsteuerung gesteuert würden. Besonders die kurzen Gesten wie das sogenannte Kratzen am Kopf oder die „Motorradpose“ sorgten für Spott. Figure wies die Vorwürfe zurück. Inhaltlich zeigt der Stream vor allem den sogenannten Induktions- und Sortierprozess bei Paketen, eine der schwierigsten Aufgaben in der automatisierten Logistik. Die Roboter müssen Barcodes erkennen, Pakete greifen, drehen und mit der Code-Seite nach unten ablegen – bei variierenden Formen, Falten und Störungen. Figure betont, dass dies ohne vorprogrammierte Pfade und ohne menschliches Eingreifen geschieht. Technisch basiert das System auf Helix 02, einer neuen, selbst entwickelten KI-Architektur mit End-to-End-Kontrolle des gesamten Körpers. Sie kombiniert visuelle Wahrnehmung, Bewegungssteuerung und Balance in einem Modell und kann über mehrere Bildfolgen hinweg Kurzzeitgedächtnis bilden, um etwa Etiketten auch bei teilweiser Sichtbarkeit zu erkennen. In 5 Stunden verarbeiteten die drei Roboter rund 6.700 Pakete. Das entspricht etwa drei Sekunden pro Paket und nähert sich damit laut Vergleichswerten der menschlichen Sortierleistung an. Figure will mit dem Dauerstream vor allem die Stabilität des Systems und den praktischen Nutzen im Lager demonstrieren. Auch andere Roboterfirmen in China und den USA drängen inzwischen mit realen Industrieanwendungen auf den Markt.
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