Stand: 14.05.2026 • 20:34 Uhr

Der Italiener Davide Ballerini vom Team XDS Astana hat die sechste Etappe beim Giro d'Italia gewonnen. Der Portugiese Afonso Eulalio behält das Rosa Trikot und hat weiterhin in der Gesamtwertung einen komfortablen Vorspung auf den Zweiten Igor Arrieta Lizarraga aus Spanien.

Sturzhauptstadt Neapel - die Stadt im Süden Italiens wurde ihrem Ruf beim Giro d'Italia gerecht. Ein Massensturz 400 Meter vor der Zielauskunft auf dem Kopfsteinpflaster der Piazza del Plebiscito sorgte für die Entscheidung.

"Die Zielkurve war leicht nass. Eigentlich wussten wir vorher schon zu 70:30 Prozent, dass wir nicht durchkommen. Das Spektakel ist wieder da, sie haben uns stürzen sehen. Ich weiß nicht, ob es das braucht", kritisierte der Deutsche Pascal Ackermann die Streckenführung.

Die 140 Kilometer zuvor waren mit durchschnittlich 41 km/h auf der flachen Etappe eher langsam. Eine kleine Ausreißergruppe um das Spitzenduo Luca Vergallito und Edward Planckaert konnte sich dennoch zu keinem Zeitpunkt einen Vorsprung von mehr als 40 bis 50 Sekunden herausfahren.

Rund 40 Kilometer vor dem Ziel hatte das Verfolgerfeld die Spitzengruppe einkassiert.

Nico Denz hatte zu Beginn des Rennens für einen Schreck-Moment gesorgt. In einer leichten Kurve rutschte dem Deutschen das Rad weg. Mit dem Kopf knallte er auf den Asphalt und blieb kurz benommen am Straßenrad sitzen, bis ihm ein Zuschauer und ein Polizist aufhalfen. Denz fuhr weiter und reihte sich im hinteren Feld ein.

Dass es nur zehn Kilometer weiter nicht zu einem weiteren Sturz kam, war äußerst glücklich. Zwei Männer liefen mehrfach auf die Bahn, provozierten Fahrer und schubsten sie teilweise sogar leicht.

Mit der Einfahrt nach Neapel zog dann das Tempo allmählich an, aber auch die ersten Regentropfen kündigten sich an. Kein gutes Zeichen nach dem regen- und sturzreichen Etappe am Vortag - insbesondere in Neapel, bekannt für Stürze beim Giro.

Der letzte Kilometer hatte es schließlich in sich: Rutschiges Kopfsteinpflaster mit einer zweigeteilten 180-Grad-Kurve rund 400 Meter vor dem Ende. Die wurde vielen in der Spitzengruppe zum Verhängnis.

Der niederländische Sprintstar Dylan Groenewegen rutschte in der Kurve an der zweiten Position weg, rund ein Dutzend weiterer Fahrer hinter ihm gingen in die Bremsen und stützen ebenfalls. Davide Ballerini aus Italien kam heil aus der Kurve und holte sich den Etappensieg mit einer Zeit von 3:19:30 vor Jasper Stuyven aus Belgien und dem Franzosen Paul Magnier.

Der Portugiese Afonso Eulalio behält das Rosa Trikot. Das könnte sich aber nach der Etappe am Freitag ändern: Von Formia bis Blockhaus auf 1.665 Metern wird es die erste Bergankunft geben. Dann ist der Däne Jonas Vingegaard Topfavorit.

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Quelle: red/mel

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