Zum Laden von Laptops unterwegs braucht es starke Powerbanks mit hoher Kapazität. Wir haben die besten mobilen Akkus ab 20.000 mAh getestet.

Wer nicht überall Strom zur Verfügung hat, aber am Laptop arbeiten muss, benötigt eine Powerbank mit USB-C-Anschluss. Dafür ist ausreichend Leistung erforderlich, oft 65 W oder noch mehr. Genauso muss ein externer Akku genug Kapazität bieten, damit er den Laptop möglichst vollladen kann. Hier bieten sich Modelle mit 20.000 mAh oder noch mehr an.

Für diese Bestenliste haben wir uns ein Potpourri an Powerbanks besorgt, die besonders groß und stark sind – darunter Modelle, die über 200 W liefern und entsprechend teuer sind, ebenso wie deutlich günstigere Varianten. Preislich liegen die mobilen Akkus zwischen 20 und 130 Euro. Vertreten sind unter anderem Verbatim, Ecoflow, Cuktech, Ugreen Nexode, Anker, Sharge und Varta.

Mit diesem Update übernimmt die Verbatim Charge 'n' Go 27K den ersten Platz. Sie löst die Anker 737 (Powercore 24K) ab, die lange unsere Testsiegerin war. Die Anker 737 führen wir nun unter „Zusätzlich getestet“.

Unser Testsieger ist die Verbatim Charge 'n' Go 27K, weil sie Premium-Ausstattung mit überdurchschnittlicher Energieausbeute zum günstigen Preis verbindet. Ausschlaggebend sind 82 % Energieausbeute unter Hochlast und bis zu 140 W an jeder der beiden USB-C-Buchsen – eine Kombination, die sonst deutlich teurere Powerbanks bieten. Aktuell kostet sie bei Galaxus 77 Euro.

Besonders schnell lädt die Ecoflow Rapid Pro mit insgesamt 300 W und 140 W auf dem USB-C1-Port. Damit wird sie unser Technologiesieger. Die Powerbank selbst kann auf dem Ecoflow Rapid Pro Desktop Charger mit 320 W aufgeladen werden.

Auf Platz drei landet die Cuktech 15 SE als Preis-Leistungs-Sieger. Ausschlaggebend ist ihre überragende Effizienz von über 92 %: Ähnlich günstige Iniu-Powerbanks erreichen diesen Wert nicht, vergleichbare Ugreen-Modelle kosten deutlich mehr. Aktuell kostet sie bei Amazon 30 Euro.

Ebenfalls eine gute Ausstattung bieten die Anker 25K Powerbank 165W für 85 Euro sowie die Revolt PB-420 für 62 Euro. Günstige Empfehlungen für Smartphone und Tablet sind die Nobis Powerbank 45W für 33 Euro mit vier Anschlüssen und die Varta Energy 20.000 für 22 Euro. Die Varta lädt allerdings mit maximal 15 W.

KURZÜBERSICHT

Die Verbatim Charge 'n' Go 27K steckt in einem hervorragend verarbeiteten Aluminiumgehäuse und bringt ein Farbdisplay sowie eine feste Transporttasche mit. Jeder der beiden USB-C-Ports liefert per USB-PD 3.1 bis zu 140 W, über alle drei Ausgänge zusammen sind laut Hersteller 183 W drin. Im Hochlasttest holen wir 81,94 Wh aus den nominellen 99,9 Wh heraus. Das entspricht einer Effizienz von 82 %. Mit 100 W ist sie selbst in weniger als anderthalb Stunden wieder voll. Vorbildlich: Verbatim dokumentiert alle Ladeprofile, unser PD-Listener bestätigt die festen PD-Stufen. Aktuell kostet die Powerbank rund 77 Euro.

VORTEILE

NACHTEILE

Die Ecoflow Rapid Pro 27K punktet mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit von 320 W über die Pogo-Pins. In nur 20 Minuten erreicht sie 80 Prozent Kapazität. Die Effizienz von 83 Prozent im Praxistest ist überdurchschnittlich gut. Mit 300 W Gesamtausgangsleistung über alle Ports können mehrere Geräte gleichzeitig schnell geladen werden.

Das Farbdisplay zeigt den Akkustand, die Temperatur und Ladezyklen übersichtlich an. Für Power-User, die häufig unterwegs sind und schnelles Nachladen benötigen, ist sie ideal. Mit 81 Euro ist der Preis inzwischen deutlich gefallen und für die gute Ausstattung angemessen.

VORTEILE

NACHTEILE

Die Cuktech 15 SE punktet mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 30 Euro erhält man eine 20.000 mAh Powerbank mit 65 W Ausgangsleistung und überragender Effizienz von über 92 Prozent. Das ist selbst für deutlich teurere Modelle ein Spitzenwert. Die meisten Powerbanks erreichen nur 70 Prozent oder weniger.

Dazu kommt ein praktisches Display zur Akkustandsanzeige und drei Ausgänge für paralleles Laden. Vorbildlich sind auch die transparenten Angaben zu allen Ladespezifikationen direkt auf dem Gehäuse sowie auf der Herstellerwebseite – leider machen das nicht alle so zuverlässig.

VORTEILE

NACHTEILE

Ratgeber

Um die passende Powerbank auszuwählen, sind zwei zentrale Eckdaten entscheidend: die verfügbare Leistung (insgesamt sowie pro Port) und die Kapazität. Die Leistung wird in Watt (W) angegeben, die Kapazität in Amperestunden – genauer gesagt in Milliamperestunden (mAh), weil diese Zahl deutlich höher aussieht und sich das auf der Packung einfach besser macht.

Vereinfacht gesagt bestimmt die Leistung, welche Endgeräte man wie schnell laden kann. Die Kapazität definiert hingegen, wie oft man diese Geräte aufladen kann. Die Eingangsleistung in Verbindung mit der Kapazität wiederum sagt aus, wie schnell der mobile Akku wieder voll aufgeladen ist.

Vor dem Kauf sollte man wissen, was einem wichtig ist. Möchte man hauptsächlich das Handy unterwegs aufladen, sollte man auf eine hohe Kapazität achten. Hier ist die Geschwindigkeit weniger wichtig als die Anzahl der Ladezyklen. Geräte wie Notebook, Überwachungskamera oder LTE-Router benötigen hingegen definitiv mehr Leistung, damit sie funktionieren, genauer gesagt geladen werden. Entscheidend sind die Anforderungen des stärksten Geräts. Viele Notebooks kommen mit 65 W aus. Je nach Akkugröße reicht eine Powerbank mit 20.000 mAh für eine vollständige Ladung kompakter Notebooks oder zumindest eine deutliche Verlängerung der Laufzeit größerer Modelle.

Powerbanks wie unser Testsieger Verbatim Charge 'n' Go oder die frühere Testsiegerin Anker Powerbank 737 leisten sogar 140 W an einem Port. Unterstützen sie eine höhere Ladespannung, laden auch manche Smartphones schneller. Das verkürzt die Ladezeit deutlich.

Ja. Eine Powerbank dieser Größe reicht für mehrere Smartphone-Ladungen und mindestens eine Teilladung des Laptops. Wichtig ist der Unterschied zwischen Nenn- und Nutzkapazität. Nutzbar bleiben in der Regel rund 12.000 bis 14.000 mAh. Die Varta Energy 20.000 kommt im Test auf etwa 13.200 mAh.

Gegenüber einem Modell mit 10.000 mAh verdoppelt sich die Menge an gespeicherter Energie. Der Preis dafür ist ein höheres Gewicht. Unter den Top-10-Modellen mit bekanntem Gewicht ist die Nobis Powerbank 45W mit 392 g die leichteste. Es folgen die Ugreen Nexode mit 476 g und die ReV PB-420 mit 492 g.

Wer nur das Smartphone nachlädt und auf Reisen jedes Gramm spart, ist mit einem kleineren Modell besser bedient. Für Laptop, Tablet und mehrere Geräte ist eine Powerbank dieser Kategorie dagegen der sinnvolle Einstieg.

Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) dürfen Powerbanks im Handgepäck nur bis 100 Wattstunden (Wh) ohne zusätzliche Genehmigung der Fluglinien mitgeführt werden. Ins aufgegebene Gepäck gehören Powerbanks dagegen nicht.

Wer auf Reisen fliegt, sollte daher die Kapazität der eigenen Powerbank kennen. Meist wird diese jedoch nicht in Wh, sondern plakativ in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Mehr zu der Problematik zeigen die Kollegen von heise Tipps+Tricks im Artikel Powerbank im Flugzeug – das müssen Sie beachten.

Um die Kapazität in Wh selbst zu errechnen, benötigt man zusätzlich noch die Spannung in Volt (V), mit der der Akku arbeitet. Bei der Xlayer Power Bar 20.000 sind dies beispielsweise 3,7 V. Diesen Wert multipliziert man nun mit der Kapazität in Milliamperestunden und teilt das Ergebnis durch 1000. Anschließend erhält man im Falle der Xlayer-Powerbank „74“, was dann die Kapazität in Wh ist.

Alle Produkte unserer aktuellen Top 10 bleiben unter 100 Wh. Drei Modelle schöpfen die Grenze praktisch voll aus:

Bei 3,7 V entsprechen 100 Wh rund 27.000 mAh – genau die Kapazität der Verbatim.

Wichtig: Wattstunden (Wh) und Watt (W) sind nicht zu verwechseln. Wh beziffern die gespeicherte Energie, W beschreibt die Leistung, umgangssprachlich also die Geschwindigkeit, mit der eine Powerbank maximal lädt. Dabei gibt es eine Eingangsleistung (Aufladegeschwindigkeit) und eine Ausgangsleistung (Laden fremder Geräte), die sich unterscheiden können.

Da die Anzahl der Ladezyklen von der Qualität des Akkus, der Ladetechnik sowie äußeren Einflüssen abhängig ist, kann man leider nur grobe Angaben machen. Aus der Praxis heraus können wir sagen, dass sich Smartphones mit circa 4500 mAh bei einer Powerbank mit 20.000 mAh oder mehr drei- bis viermal aufladen lassen.

Notebooks mit Windows schaffen bei dieser Kapazität locker ein bis zwei Ladungen, zumindest, wenn der USB-C-Port genügend Spannung liefert. Gleiches gilt für das Macbook Pro, das Macbook Air, ein Chromebook (Ratgeber) oder Tablets (Bestenliste), die ihren Akku an einer großen Powerbank noch häufiger füllen können. Wer einen Langstreckenflug vor sich hat, kann damit wahrscheinlich die Zeit gut überbrücken. Leistungsstarke Notebooks profitieren von 90 W oder mehr, insbesondere beim gleichzeitigen Arbeiten und Laden. Viele Modelle lassen sich jedoch auch mit geringerer Leistung aufladen, benötigen dann aber entsprechend länger.

Ein genereller Tipp: Die Powerbank möglichst nicht komplett entladen. Im Idealfall bleiben die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus zwischen 30 und 70 %. In diesem Bereich arbeitet dieser Akkutyp am zuverlässigsten, was auch seine Lebensdauer erhöht. Bei längerer Lagerung empfiehlt etwa Verbatim, die Powerbank alle drei bis vier Monate zu laden und zu entladen. Die Ladezeiten der Powerbanks selbst hängen erneut davon ab, wie gut die Netzteile sind, aber auch, wie viel Eingangsleistung sie unterstützen.

Die Ladezeit hängt von der Eingangsleistung der Powerbank und vom Netzteil ab. In der Regel brauchen Modelle mit 65 W Eingang wie die Cuktech 15 SE etwa zwei Stunden.

Die Ladezeiten der Top-10-Modelle im Überblick:

Voraussetzung für kurze Ladezeiten ist ein passendes USB-C-Ladegerät mit Power Delivery, das die nötige Leistung bereitstellt. Ein schwaches Netzteil bremst jede Powerbank aus.

Eine gute Powerbank sollte mindestens einen USB-C-Anschluss und idealerweise auch einen USB-A-Port besitzen. USB-C ist für alle Geräte mit höheren Ansprüchen notwendig, zudem werden die Powerbanks meist darüber aufgeladen. Viele Laptops und Macbooks laden mittlerweile über diesen Anschluss. USB Power Delivery funktioniert in beide Richtungen. Ein Endgerät kann einerseits mehr Leistung nutzen, ein Ladegerät mit USB-PD wiederum lädt die Powerbank schneller als ein Standard-USB-Netzteil.

Zwei USB-C-Anschlüsse sind in der Top 10 inzwischen Standard. Die Ecoflow Rapid Pro bietet sogar drei USB-C-Ports plus integriertes Kabel, verzichtet dafür aber ganz auf USB-A. Wer mehrere Geräte gleichzeitig laden will, sollte auf die Leistungsverteilung achten. Die Leistung pro Ausgang sinkt meist, sobald mehrere Ports belegt sind. Die Verbatim liefert selbst bei voller Belegung noch 100 W am ersten Ausgang. Die Cuktech hält am Hauptport 65 W, während zwei Smartphones mit je 10 W parallel laden.

Warum ist USB-A immer noch wichtig? Der Port ist noch lange nicht veraltet, im Gegenteil. Produkte wie Smartwatches oder Kopfhörer bringen größtenteils entweder ein eigenes Ladegerät mit oder setzen auf Kabel für USB-A auf USB-C. Gerade um Geräte wie Sportuhren unterwegs aufzuladen, ist USB-A weiterhin sinnvoll.

Nobis Powerbank 45W 20.000 mAh – Bilderstrecke heise bestenlisten

Abseits von USB-A und USB-C sind andere Anschlüsse inzwischen eher selten. Manche Powerbanks bieten etwa noch einen Eingang für Micro-USB und fast nie einen für Apple Lightning. Gerade Letzteres ist praktisch, schließlich kann man dann das iPhone sowohl laden als auch die Powerbank mit dem Apple-Kabel auffüllen. Ersteres hingegen ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, da die meisten Smartphones, Tablets, Notebooks und Lautsprecher mittlerweile auf USB-C setzen. Zudem unterstützt der Anschluss kaum moderne Ladestandards, kann aber für ältere Geräte noch nützlich sein.

Grundsätzlich lädt jede Powerbank mit passendem Kabel jedes Handy. Unterschiede gibt es beim Tempo. Viele aktuelle Smartphones, etwa von Samsung und Google, erreichen ihre volle…

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