Stand: 01.11.2026 • 19:37 Uhr

Nach dem Erfolg im DFB-Pokal hat Eintracht Frankfurt auch in der Bundesliga einen Sieg gegen den Hamburger SV eingefahren. Das Ergebnis war eine Art Déjà-vu.

Beim 3:1-Sieg vor 59.000 Fans ging Frankfurt durch ein Eigentor des Hamburgers Warmed Omari (10.) in Führung, Terem Moffi (14.) glich für die Hanseaten aus. In der zweiten Halbzeit brachte dann Raphael Onyedika (47.) die Gastgeber auf die Siegerstraße, Younes Ebnoutalib (69.) legte nach.

Durch den Sieg kletterte Frankfurt mit jetzt elf Punkten auf Platz acht. Der HSV steht auf Rang 15, hat aber nur zwei Punkte weniger auf dem Konto.

Der HSV war auf Revanche aus, hatte er doch unter der Woche das DFB-Pokalspiel daheim gegen die Eintracht mit 1:3 verloren - und das, obwohl er in der ersten Halbzeit das bessere Team war. Die Frankfurter wollten derweil den Pokal-Schwung mit in die Bundesliga nehmen.

Und die Hausherren übernahmen von Beginn an das Kommando. Die erste gute Chance hatte Younes Ebnoutalib, der aber an Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor scheiterte.

Und wenig später war es dann auch schon passiert. Can Uzun spielte einen Zuckerpass auf Fares Chaibi. Dessen Pass in die Mitte bugsierte Omari bedrängt von Ebnoutalib ins eigene Tor.

Der HSV schüttelte sich kurz und schlug zurück. Eine Flanke von Muheim verteidigte Lilian Brassier unglücklich und verlor den Ball an Albert Grönbaek, vom Dänen kam das Leder zu Moffi und der traf aus kurzer Distanz.

In der Folge war es ein Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Vor den beiden Toren tat sich nicht mehr viel. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war HSV-Keeper Heuer Fernandes dann nochmal bei einem Kopfball von Robin Koch gefordert, den er um den Pfosten lenkte.

Kurz nach dem Wiederanpfiff ging die Eintracht dann wieder in Führung. Bei einer Ecke von Chaibi stieg Brassier am höchsten, Heuer Fernandes konnte den Kopfball nur nach vorne abklatschen lassen und da stand Onyedika goldrichtig.

Der HSV war bemüht, ähnlich schnell auf den Rückstand zu antworten wie in Halbzeit eins. Doch diesmal war die Eintracht gewarnt und stellte die Räume zu. Und sie machte ihrerseits Dampf. Nach rund einer Stunde war der HSV im Glück, dass es vor der vermeintlichen 3:1 von Chaibi eine Abseitsstellung gab.

Das fiel dann aber wenig später. Der starke Uzun eroberte im Duell mit Shafiq Nandja den Ball und spielte erneut einen Zuckerpass in die Spitze auf Ebnoutalib und der ließ sich das frei vor dem Tor nicht nehmen.

Frankfurt war voll drin im Spiel, der HSV lief nur noch hinterher. Heuer Fernades konnte das 1:4 so gerade noch verhindern und lenkte einen Schuss von Chaibi an die Latte.

In der Schlussphase hatte der HSV dann noch einmal einige gute Minuten, in denen er auf den Anschlusstreffer drängte. Doch Frankfurts Torwart Noah Atubolu war auf dem Posten.

In der 93. Minute wechselte Eintracht-Trainer Adi Hütter dann Niko Ilicevic ein und schrieb ein Stück Bundesligageschichte. Denn der Jungprofi hatte erst am Samstag seinen 16. Geburtstag gefeiert. Ilicevic stellte den Bundesligarekord als jüngster Spieler der Geschichte ein: Er zog mit Youssoufa Moukoko gleich, der am 21. November 2020 im Alter von 16 Jahren und einem Tag für Borussia Dortmund debütiert hatte.

Frankfurt ist am nächsten Spieltag am Samstagnachmittag beim SC Paderborn zu Gast (15.30 Uhr). Der HSV empfängt am Freitagabend Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr).

Quelle: vdv

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